PM: Folgen des Kohleausstiegs beachten
Vor dem Hintergrund drohender Wasserknappheit in der Spree - nach dem Kohleausstieg in der Lausitz - fordert die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, die CDU in Brandenburg und die CDU in Cottbus und Spree-Neiße ein Wassermanagementkonzept für die Region.
In einem Antrag (20/ 7585) verweist die Bundestagsfraktion der CDU/ CSU auf das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA), wonach nach dem gesetzlich festgelegten Ende der Braunkohleförderung im Lausitzer Revier - im Jahr 2038 - die Spree „örtlich bis zu 74 Prozent weniger Wasser“ führen könnte. Aktuell speise sich laut Brandenburger Umweltministerium das Wasser der Spree zu 40 Prozent aus dem Grubenwasser der Tagebaue. Nicht nur der Pegel der Spree, sondern auch die der Nebenflüsse Schwarze Elster und Lausitzer Neiße könnten ohne das bislang abgeleitete Grubenwasser sinken. Die Folgen für die Trinkwasserversorgung in Berlin, Brandenburg und Sachsen sowie insbesondere für die Tourismusregion Spreewald seien gravierend, heißt es im Antrag der Fraktion. Ein „Trockenfallen“ der Spree müsse verhindert werden.
Diesem wichtigen Zukunftsthema haben sich in einem Vor-Ort-Termin Herr Knut Abraham (MdB), Julian Brüning (MdL Brandenburg) und Vertreter der CDU Cottbus sowie die Beauftragte für sorbische/wendische Angelegenheiten der Stadt Cottbus, Anna Kossatz-Kosel gewidmet. Eine länderübergreifende Wasserstrategie mit Berlin und eine gemeinsame Wasserbewirtschaftung mit Sachsen muss die Aufgabe sein, unter Einbeziehung der Themen vor Ort. Jan Urban Pressesprecher CDU Cottbus